Die Multimedia-Systeme von Citroën verwenden je nach Fahrzeuggeneration unterschiedliche Kartenplattformen, und das Aktualisierungsverfahren variiert radikal von System zu System. Das Verwechseln eines SMEG+ mit einem NAC oder RNEG führt dazu, dass inkompatible Dateien heruntergeladen werden, was sogar das System blockieren kann. Vor jeglicher Manipulation ist es unerlässlich, das im Citroën installierte Multimedia-Gehäuse genau zu identifizieren.
Identifizieren des Citroën Multimedia-Systems vor jeder Kartenaktualisierung
Citroën hat im Laufe der Modelle mehrere Generationen von eingebetteten Systemen eingeführt. Die häufigsten im aktuellen Fahrzeugpark sind das RNEG (eMyWay), das SMEG/SMEG+ (insbesondere in C4 Picasso, C3, DS3 verbaut), das NAC (verfügbar in Modellen mit Touchscreen ab 2016) und die neueren Systeme unter der OpenR Link-Architektur, die mit Stellantis geteilt wird.
Jede Plattform verwendet ein anderes Kartenformat und ein anderes physisches Medium: eine dedizierte SD-Karte für das NAC, einen USB-Stick für das RNEG oder OTA-Downloads für die neuesten Generationen. Die VIN-Nummer des Fahrzeugs ermöglicht es, alle Unklarheiten auszuräumen. Wir empfehlen, sie direkt im Menü „Über“ oder „Systemversion“ des Multimedia-Touchscreens zu überprüfen.
Das Verfahren zur Durchführung eines kostenlosen GPS-Updates für Citroën hängt vollständig von dieser vorherigen Identifikation ab. Bei einem RNEG beispielsweise wird die Kartografie auf einen im FAT32-Format formatierten USB-Stick geladen, während bei einem NAC die proprietäre SD-Karte aus dem Fach im Handschuhfach oder unter dem Bildschirm entnommen werden muss.

GPS-Update auf USB-Stick: RNEG-Verfahren und häufige Fallstricke
Das RNEG-System (eMyWay) ist eines der am weitesten verbreiteten Systeme in den Citroën C4, C5 und Berlingo, die zwischen 2010 und 2017 produziert wurden. Das Update erfolgt durch den Download einer Kartendatei von dem Portal citroen.navigation.com und deren Übertragung auf einen USB-Stick, der im FAT32-Format formatiert ist.
Der Stick muss in den USB-Anschluss des Fahrzeugs eingesteckt werden, während der Motor läuft (oder die Zündung eingeschaltet ist und die Batterie ausreichend geladen ist). Das System erkennt normalerweise die Datei und startet die Installation. Der Vorgang dauert je nach Datenvolumen zwischen zwanzig Minuten und über einer Stunde.
Das Problem der Nicht-Erkennung der SD-Karte oder des USB-Sticks
Vor Ort beobachten wir ein wiederkehrendes Problem: Das RNEG weigert sich, die neue Kartografie zu erkennen, und zeigt eine generische Fehlermeldung an. Dieser Fehler, der von Benutzern und technischen Anleitungen dokumentiert wurde, lässt sich nicht einfach durch Herausnehmen und Wiedereinsetzen des Mediums beheben.
Die Korrektur erfolgt durch einen Zugang zum versteckten Menü des Systems. Die Kombination besteht darin, gleichzeitig die Tasten 1, 2 und 3 im Menü „Setup“ zu drücken. Dieses Menü gewährt Zugang zu einem „System Reset (Neustart)“, der einen vollständigen Neustart des Multimedia-Gehäuses erzwingt. Nach diesem Reset akzeptiert das System normalerweise die neue Kartografie ohne Schwierigkeiten.
Diese Manipulation wird weder im Benutzerhandbuch noch auf dem offiziellen Citroën-Portal erwähnt. Sie stellt jedoch die zuverlässigste Lösung für diese Art von Blockierung dar.
Kartenaktualisierung NAC über SD-Karte: Schritte und Kompatibilität
Die Citroën-Modelle mit dem NAC-System (C3 III, C4 Cactus Phase 2, C5 Aircross, Berlingo III) verwenden eine proprietäre SD-Karte, die sowohl die Navigationssoftware als auch die Kartendaten enthält. Das Verfahren unterscheidet sich erheblich vom RNEG.
- Die SD-Karte aus dem Lesegerät entnehmen (in der Regel im Handschuhfach oder unter dem Touchscreen zugänglich, je nach Modell)
- Die Karte in ein SD-Lesegerät einlegen, das mit einem Computer verbunden ist, und sich dann mit der VIN-Nummer beim Citroën-Update-Portal anmelden, um die kompatiblen Dateien herunterzuladen
- Die Dateien auf die SD-Karte kopieren, ohne die bestehende Verzeichnisstruktur zu ändern, und die Karte dann wieder ins Fahrzeug einsetzen
- Den Motor starten und warten: das System installiert das Update automatisch beim Neustart
Ein wichtiger Hinweis: Das Entfernen der SD-Karte während der Navigation deaktiviert sofort das GPS. Einige Besitzer stellen dabei fest, dass ihre SD-Karte von einem vorherigen Besitzer oder einer Werkstatt entfernt wurde, was erklärt, warum das GPS „ausfällt“, obwohl es tatsächlich nicht der Fall ist.

Tatsächliche Kostenlosigkeit der GPS-Updates für Citroën: Was enthalten ist und was nicht
Die Kostenlosigkeit der Kartenupdates von Citroën ist nicht universell. Bei Neufahrzeugen bietet Citroën in der Regel einen Zeitraum kostenloser Updates an, der in die Herstellergarantie integriert ist. Nach Ablauf dieses Zeitraums werden die Kartendateien auf dem Portal citroen.navigation.com kostenpflichtig.
Für Gebrauchtfahrzeuge gestaltet sich die Situation komplizierter. Der Zugang zu den Updates hängt von der Zuordnung der VIN zum Konto des aktuellen Eigentümers ab. Eine nicht gemeldete Eigentumsübertragung beim Citroën-Portal kann den Zugang zu Downloads, auch kostenlosen, blockieren.
Kostenlose Alternativen und Grenzen
Es gibt Gemeinschaftslösungen, insbesondere in spezialisierten Foren wie Planète Citroën, wo Benutzer Links zu Kartendateien teilen. Wir empfehlen Vorsicht bei diesen Quellen: Eine beschädigte oder inkompatible Datei kann einen Werkstattbesuch zur Rücksetzung des Multimedia-Systems erforderlich machen.
Der Trend bei Stellantis (der Gruppe, zu der Citroën gehört) geht in Richtung OTA-Updates (Over The Air), die bereits bei Renault für Fahrzeuge mit OpenR Link eingeführt wurden. Dieser Wechsel entfernt die physische Manipulation (USB-Stick, SD-Karte) und vereinfacht das Verfahren, betrifft jedoch vorerst nur die neuesten Modelle der Gruppe.
Bei älteren Citroën bleibt die Aktualisierung des Navigationssystems eine manuelle Operation. Die Überprüfung der installierten Kartenversion (erreichbar im Menü „Navigation“ und dann „Über“ des Touchscreens) vor dem Start eines Verfahrens vermeidet das Herunterladen einer Datei, die bereits im Fahrzeug vorhanden ist, was der häufigste Fehler ist, den wir feststellen.



